Mein Freiwilligeneinsatz am Bodensee

Rita, 20 Jahre alt, aus Lugano, verbrachte zwei Wochen in Sipplingen, Deutschland. Sie nahm an einem Freiwilligencamp teil, das sich dem Schutz eines Naturschutzgebiets am Bodensee widmete. Zwischen der Arbeit an den steilen Hängen, Nächten im Zelt und entspannten Momenten am Seeufer erlebte sie eine intensive Zeit in engem Kontakt mit der Natur. Eine Gelegenheit, die Bedeutung der Artenvielfalt zu entdecken, Menschen aus aller Welt kennenzulernen und Verbindungen zu knüpfen, die Sprachbarrieren überwinden!

Hallo zusammen! Ich heiße Rita, bin 20 Jahre alt und komme aus Lugano. Vor kurzem habe ich an einem Freiwilligeneinsatz in Sipplingen teilgenommen, einem kleinen Dorf in Süddeutschland am Bodensee. Zuvor hatte ich bereits 2024 einen Freiwilligeneinsatz in Deutschland absolviert. Es war eine sehr bereichernde und tolle Erfahrung, bei der ich Menschen kennengelernt habe, mit denen ich bis heute befreundet bin.

 

Mein Engagement für den Naturschutz

In diesem Jahr habe ich im August zwei Wochen lang am Freiwilligencamp „Lake, Hill & Environment: Maintain a Nature Reserve“ teilgenommen. Ich habe bei der Pflege eines Naturschutzgebiets am Bodensee mitgeholfen. Die Landschaft der Sipplinger Steilhänge ist ein besonderes Schutzgebiet, das als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten dient. Ich habe mich für dieses Projekt entschieden, weil mir die Vorstellung gefiel, auf einem Campingplatz zu übernachten.

Rita in Germany, VolunteerCamp

Am Ende dieser Erfahrung kann ich sagen, dass meine Erwartungen erfüllt wurden. Die Arbeit war hart, aber befriedigend; sie bestand darin, früh morgens (um der Hitze zu entgehen) auf die Hügel oberhalb von Sipplingen zu fahren. Dort haben wir Heu zusammengesammelt oder Sträucher und Gras mit speziellen Maschinen gemäht. Was die Arbeit erschwerte, war, dass sie an steilen Hängen und an manchen Tagen unter der Sommersonne verrichtet werden musste. Glücklicherweise hatten wir einen tollen, jungen Arbeitskollegen, der uns jeden Morgen zu den Feldern fuhr und die Arbeit erklärte.

Freizeit am Bodensee geniessen

Während der zwei Wochen hatten wir die Wochenenden frei, an denen wir unter den Freiwilligen einen Ausflug nach Konstanz organisiert haben. Ausserdem haben die Einheimischen für uns eine Bootsfahrt, ein Grillfest und eine Führung durch die Wassergewinnungsanlage in Sipplingen organisiert. Es waren unterhaltsame und interessante Ausflüge, und ich bin dankbar für die Fürsorge und Aufmerksamkeit, die uns entgegengebracht wurde! Wir hatten jeden Nachmittag frei und befanden uns an einem bezaubernden Ort. Nach der Arbeit habe ich viele Nachmittage damit verbracht, am Seeufer zu liegen, mich auszuruhen und Sonne zu tanken, oder anderen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Ein Einheimischer hat uns sogar zwei Kajaks zur Verfügung gestellt.

Besonders gefallen hat mir ein Spaziergang mit einem Biologen, der uns seltene Pflanzen- und Insektenarten gezeigt hat. Während dieses Spaziergangs hat er uns auch Wissenswertes über das Naturschutzgebiet erzählt, in dem wir gearbeitet haben.

Und mir ist dadurch ein bisschen deutlicher geworden, wie wichtig unsere Arbeit für den Schutz der Natur ist. Leider konnten wir nicht so viele Pflanzenarten sehen, da die Dürre dieses Sommers ihr normales Wachstum verhindert hat. Auch dort sind die Auswirkungen des Klimawandels zu erkennen.

 

Ich würde es jedem empfehlen

Das Arbeiten und Schlafen im Zelt war nicht immer ganz einfach. Es gibt kältere und feuchtere Nächte, in denen es schwieriger ist, zur Ruhe zu kommen. Eines ist sicher: In dieser Umgebung hat die Natur das Sagen, und man ist ständig ihren Launen ausgesetzt. Eines Tages sahen wir, wie der Regen aufkam, während wir arbeiteten, und kehrten eilig zum Campingplatz zurück. Doch kaum waren wir angekommen, begann ein sehr starker Wind zu wehen und es regnete in Strömen. Wir suchten Zuflucht in den Toiletten und warteten, bis es vorbei war. Als wir nachsehen gingen, war ein Zelt umgefallen, und im Küchenzelt war alles umgestürzt und lag verstreut herum.

Wir waren eine kleine Gruppe mit nur 9 Personen, aber es hat sich eine schöne Dynamik entwickelt. Was ich an solchen Erlebnissen liebe, ist die Internationalität und die Möglichkeit, mit anderen Kulturen und Sprachen in Kontakt zu kommen. In unserem Fall kamen gleich vier Personen aus Japan, und nur eine davon sprach wirklich Englisch. Trotzdem haben wir es immer geschafft, uns zu verständigen – mit ein bisschen Englisch, mit Gesten oder dank der Übersetzung derjenigen, die Englisch sprach.

Auch wenn wir verschiedene Sprachen sprachen, konnten wir uns kennenlernen und gemeinsam lachen und scherzen – und das ist das Wichtigste. Ich trage all die Menschen, die ich kennenlernen durfte, in meinem Herzen!

Interessierst du dich auch für einen Freiwilligeneinsatz? Dann melde dich bei uns oder erfahre hier mehr darüber.

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