2026: Veränderungen, Klarheit und ein starkes Jahr für freiwilliges Engagement

Ein neues Jahr ist kein Reset, aber ein wertvoller Moment, um innezuhalten, Erfahrungen auszuwerten und Dinge besser zu machen. Genau das tun wir jetzt – mit einem bewussten Blick nach vorn auf 2026, ein Jahr, in dem freiwilliges Engagement noch stärker in den Mittelpunkt rücken soll und unsere Angebote noch besser werden.

Neue Preise – mehr Transparenz und Solidarität

Wir passen unsere Preise an, damit sie einheitlicher, nachvollziehbarer und transparenter werden. Gleichzeitig müssen wir die Programmpreise erhöhen, weil unsere eigenen Kosten gestiegen sind – ein Schritt, der notwendig ist, um die Qualität unserer Angebote auch langfristig zu sichern. Trotz dieser Anpassungen bleiben unsere Preise bewusst tief und im Vergleich zu ähnlichen Angeboten weiterhin deutlich niedriger.

Zentral bleibt unser solidarischer Ansatz: Teilnahme soll nicht vom Einkommen abhängen. Deshalb halten wir an solidarischen Preisen fest und schaffen Spielraum, damit Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten dennoch gemeinsam teilnehmen können. Wer mehr zahlen kann, unterstützt damit indirekt andere, für die der reguläre Preis eine Hürde wäre.

Für Menschen mit Fluchtgeschichte gilt weiterhin ein besonderes Angebot: Im Rahmen unseres Programms Create a Common Understanding (CACU) ermöglichen wir eine kostenlose Teilnahme an unseren Camps. Das ist nur möglich, weil engagierte Spender*innen diese Form der Teilhabe bewusst fördern.

Auch unsere Mitgliedsbeiträge entwickeln sich weiter: Neu gibt es die Möglichkeit, uns als Sympathisant*in mit einem kleinen Beitrag zu unterstützen, als Mitglied mit einem regulären Betrag dabei zu sein oder mit einem höheren, solidarischen Beitrag zusätzlich Verantwortung für unser gemeinsames Engagement zu übernehmen. So können Menschen je nach Lebenssituation und Ressourcen selbst wählen, wie sie sich finanziell einbringen möchten.

Neue Sprache – gleiche Haltung

Neben den strukturellen Anpassungen überarbeiten wir auch unsere Sprache. Der Begriff „Workcamp“ beschreibt nicht mehr, was unsere Einsätze heute tatsächlich sind: Er ist stark arbeitszentriert, kann missverständlich wirken und ist in vielen Sprachen schwer zugänglich. Deshalb sprechen wir im internationalen SCI-Kontext ab sofort von Freiwilligencamps, wenn wir unsere Kurzzeiteinsätze meinen. Der neue Begriff ist klarer, inklusiver und näher an der tatsächlichen Erfahrung der Teilnehmenden. Er rückt das in den Fokus, worum es wirklich geht: um engagierte Menschen, die freiwillig zusammenkommen, voneinander lernen und gemeinsam an einem Ort etwas aufbauen – für sich, für andere und für die Gemeinschaft.

Auch unsere bisherigen „Mini-Workcamps“ erhalten einen neuen Namen. Diese Einsätze dienen dazu, unsere Welt gemeinsam kennenzulernen und sind geprägt von einem vielfältigen Teilnehmendenkreis, darunter Menschen mit Fluchtgeschichte. Diese Vielfalt ist nicht Beiwerk, sondern zentraler Bestandteil des Formats. Künftig heissen diese Einsätze Interkulturelle Wochenenden – ein Name, der beschreibt, was dort tatsächlich geschieht: gelebter interkultureller Austausch auf Augenhöhe, verbunden mit Raum für Begegnung, Dialog und Reflexion

 

 

2026: Internationales Jahr der Freiwilligenarbeit

Wir richten den Blick nicht nur auf unsere eigenen Veränderungen, sondern auch auf den grösseren Rahmen: 2026 ist das Internationale Jahr der Freiwilligenarbeit. Dieses Jahr bietet die Chance, freiwilliges Engagement sichtbarer zu machen, seine Bedeutung anzuerkennen und es politisch ernster zu nehmen. Denn freiwilliges Engagement ist kein Automatismus; es braucht Strukturen, Anerkennung und Räume, in denen Menschen sich sicher und wirksam einbringen können.

Bereits jetzt bereiten wir spannende Projekte für 2026 vor, und auch im internationalen SCI-Netzwerk sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Ziel ist es, Freiwilligenarbeit nicht nur zu feiern, sondern ihre Wirkung und ihre politischen, sozialen und kulturellen Dimensionen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Warum diese Veränderungen jetzt?

Diese Veränderungen sind kein Neujahrsmarketing und keine kurzfristige Imagekampagne. Sie basieren auf konkreten Erfahrungen der letzten Jahre, auf Rückmeldungen von Teilnehmenden, Partnerorganisationen und Freiwilligen sowie auf sorgfältigen Evaluationen unserer Arbeit. Dahinter steht ein klarer Anspruch: transparente Kommunikation, solidarische Strukturen und realistische Rahmenbedingungen, die langfristig tragfähig sind.

All das geschieht aus der Überzeugung heraus, dass freiwilliges Engagement ein starkes Werkzeug für gesellschaftliche Veränderung ist – lokal wie international. Mit den nun angestossenen Anpassungen wollen wir 2026 nicht nur als symbolisches Jahr der Freiwilligenarbeit begehen, sondern gemeinsam mit vielen Menschen aktiv gestalten. Bist du dabei?

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