Am 14. Juni stimmt die Stimmbevölkerung über die Zukunft des Zivildienstes ab. Deine NEIN-Stimme ist wichtig für den Erhalt und die Stärkung! Lies alles Wichtige hier.
Der Zivildienst ist ein verfassungsmässig verankerter Ersatzdienst für Menschen, die aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten können. Er ist ein bewährter Bestandteil unseres Systems und trägt wesentlich zum Gemeinwohl bei. Der Bundesrat hat starke Verschärfungen geplant, unter anderem sieht er eine Reduktion der Zulassungen um rund 40 Prozent vor. Dagegen hat die Allianz «Zivildienst-Retten» unterstützt vom SCI Schweiz das Referendum ergriffen. Gemeinsam mit der Allianz, angeführt vom Schweizerischen Zivildienstverband CIVIVA und den Jungen Grünen sammelten wir vergangenen Herbst über 57.000 gültige Unterschriften gegen die Verschärfungen.
Zivildienst: Ein Dienst an der Bevölkerung
Wir vom Service Civil International (SCI) Schweiz sind vom gesellschaftlichen Mehrwert eines starken Zivildienstes überzeugt. Wir sehen auch immer wieder dessen positive Wirkung auf die Individuen. Seit vielen Jahren bieten wir im Rahmen unserer Freiwililgencamps Zivildienstleistenden die Möglichkeit, sich als Campkoordinator* in zu engagieren. Sie leisten nicht nur einen wichtigen sozialen Beitrag, sondern lernen auch fürs Leben.
Wie auch für uns sind Zivildienstleistende in vielen Bereichen und für viele Organisationen eine zentrale Stütze. Wenn weniger Zivildienstleistende zugelassen würden, wäre die Durchführung vieler Projekte und Aktivitäten massiv gefährdet.
Die Verschärfungen wollen vom Zivildienst abschrecken
- Zivis würden mit bis zu 150 zusätzlichen Zivildiensttagen bestraft.
- Zivildiensteinsätze für Medizinstudierende würden gestrichen. Das ist fatal in Zeiten des Pflegenotstands.
- Soldaten mit Gewissenskonflikt würden gezwungen, in den Militärdienst einzurücken.
- Zivis müssten direkt nach der Zulassung einen langen Einsatz von 6 Monaten leisten – ohne Rücksicht auf ihre Lebenssituation und ihre familiären Verpflichtungen.
Diese Verschärfungen stellen nicht nur eine grosse Hürde dar, sondern verstossen auch gegen das Rechtsgleichheitsgebot und das Diskriminierungsverbot sowie gegen das Menschenrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Gegen die langsame Abschaffung des Zivildienstes!
Das Parlament hat bereits eine Revision des Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetzes beschlossen. Diese zwingt Zivis, ihren Zivildienst in Wiederholungskursen des Zivilschutzes zu leisten. Der zweite Schritt sind die nun zur Abstimmung kommenden Verschärfungen im Zivildienstgesetz.
Der dritte Schritt wäre die Wiedereinführung der Gewissensprüfung. Der letzte Schritt wäre dann die Auflösung des Zivildienstes im Zivilschutz zum Katastrophenschutz im Rahmen der «Sicherheitsdienstpflicht». Das bedeutete die faktische Abschaffung des Zivildienstes! Dieser Entwicklung müssen wir entschieden entgegentreten.
Wie du den Zivildienst stärken kannst
Sprich mit deinem Umfeld über die Abstimmung, informiere dich, stimme am 14. Juni NEIN. Jede Stimme und jedes Gespräch hilft, die Wichtigkeit dieser Abstimmung deutlich zu machen. Und wenn du mehr tun willst: Das Referendumskomitee sammelt Spenden um einen starken Wahlkampf durchführen zu können. Wir zählen auf dich!
Hinter dem Referendum steht eine breite Allianz aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und Zivildienst-Einsatzbetrieben. In den kommenden Monaten wird die Allianz schweizweit informieren und mobilisieren. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Frieden statt Waffen, für Engagement statt Zwang – und für eine Schweiz, die weiterhin Platz für den Zivildienst hat. 💙


