Mein LTV mit “RedMarina Perú”

Nach der Pensionierung wollte sie ihre Zeit sinnvoll nutzen – und entschied sich für ein Langzeit Freiwilligenprojekt in Peru. Zwischen Schildkrötenküken, Bildungsarbeit mit Kindern und dem Schutz gefährdeter Küstenökosysteme sammelte Gladys bewegende Erfahrungen. Was sie dabei über Engagement, Anpassungsfähigkeit und echte Verbundenheit gelernt hat, erzählt sie hier.

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 Gladys Ninoles, Freiwillige bei RedMarina von Oktober bis Dezember 2024

Nach meinem Eintritt in den Ruhestand wollte ich meine freie Zeit sinnvoll nutzen – durch freiwilliges Engagement im Ausland. Nach einem bereichernden Kurzzeiteinsatz in Spanien 2023 entschied ich mich Ende 2024 für ein LongTerm Volunteering (LTV) in Peru.

Mit RedMarina im Einsatz

Mein Einsatzort war die Partnerorganisation “RedMarina Perú”, die sich für den Schutz von Meeres- und Küstenökosystemen einsetzt – insbesondere durch Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Fischerdorf Punta Negra.  Bereits am ersten Tag erhielt ich eine Einführung in die Arbeit von RedMarina und das Projekt Voceros del Mar, das ich unterstützen würde. Dieses 2014 gestartete Bildungsprogramm hat das Ziel, junge Menschen für den Schutz der marinen Artenvielfalt zu sensibilisieren und sie zu aktiven Botschafter*innen der Nachhaltigkeit auszubilden. Das Projekt kombiniert Umweltbildung, Kreativität, Gruppenarbeit und persönliche Entwicklung – ein inspirierender, ganzheitlicher Ansatz.

Meine Aufgaben vor Ort

Ich entschied mich, vor allem bei der Instandhaltung des geschützten Bildungsareals am Strand El Puerto mitzuhelfen der gleichzeitig als lebendiges Klassenzimmer für Kinder und Jugendliche dient. Die Arbeit war körperlich fordernd: Wir mussten das 5000 m² grosse Gelände umzäunen, alte Pfosten abschleifen, streichen und neue Netze befestigen. Besonders motivierend war die Nähe zur Natur – ich konnte beobachten, wie fünf Küken schlüpften und heranwuchsen.

Neben den handwerklichen Aufgaben übernahm ich auch Tätigkeiten in der Verwaltung der Organisation – ein Bereich, in dem ich dank meiner Berufserfahrung viel einbringen konnte. Ich half bei der Überarbeitung wissenschaftlicher Dokumente, der Korrespondenz mit Behörden und bei der Vorbereitung von Genehmigungen. Die Zusammenarbeit mit dem Direktor war konstruktiv und wertschätzend.

Mein Zuhause am Meer

Auch mit den Menschen vor Ort fühlte ich mich schnell verbunden. Ich wurde zu Mahlzeiten eingeladen, nahm an Wochenenden mit der Gemeinde teil – und fühlte mich nie allein. Mein neues Zuhause fand ich schliesslich bei Carla, die mir eine kleine Wohnung direkt am Meer anbot. Von dort aus konnte ich das Naturschutzgebiet überblicken – manchmal sogar Delfine beobachten. Was für ein Geschenk!

Rückblick auf meinen Einsatz

Während meines gesamten Aufenthalts habe ich mich mit viel Herzblut engagiert – weit über die erwarteten Aufgaben hinaus. Ich habe gelernt, dass Freiwilligenarbeit immer auch Anpassungsfähigkeit verlangt: Flexibilität, Geduld und Offenheit sind unerlässlich. Der Einsatz hat mir einmal mehr gezeigt, wie viel man bewirken kann, wenn Leidenschaft, Entschlossenheit und Zusammenarbeit zusammen kommen. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie sehr Projekte wie RedMarina auf Unterstützung angewiesen sind – insbesondere in finanzieller Hinsicht, da staatliche Förderungen und private Spenden in Peru rar sind. Ich hoffe, mit meinem Engagement einen kleinen Beitrag zum Frieden geleistet zu haben.

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